Tag 14

Über den Wolken…


… ist leider auch nicht immer alles so schön, wie es manchmal scheint. Und dieser Tag war ziemlich hart. Wobei ich erstmal von vorne anfangen möchte: Morgens bin ich noch ein wenig müde, denn die neue Matte ist leider nicht ganz so bequem und gemütlich, wie meine alte. 
Die Natur lässt meine Müdigkeit dann jedoch schnell verschwinden und es ist wieder einmal atemberaubend schön. Die Wüste zeigt sich uns heute von ihrer grünen Seite.


Daran ist gut erkennbar, was für ein regen- und schneereiches Jahr wir uns für unsere Wanderung ausgesucht haben. Denn normalerweise ist es hier deutlich trockener und die ganzen Pflanzen blühen nicht. Besonders gut gefallen mir die blauen Blumen, die am Wegesrand blühen. 


Nach ca. zwei Stunden setzen bei Teresa wieder die Fußschmerzen ein. Die waren zwar auch die letzten Tage noch da, doch meistens kamen sie erst am Nachmittag, nach mehreren gelaufenen Kilometern. Zudem  sind die heute heftiger und ziehen sich bis in das Knie hoch. Deswegen verlassen wir gegen Mittag den Trail und machen einen Abstecher zu Mikes Place. Das ist ein einzelnes Haus in der Nähe vom Trail, bei dem viele Wanderer eine Pause einlegen. So treffen wir dort auch schon viele andere und essen erstmal Pancakes. Danach überlegen wir was wir machen sollen. Mit den Schmerzen weiterlaufen ist keine wirkliche Option und so fragen wir den Besitzer des Hauses, ob er Teresa in die nächste Stadt fahren kann. Doch wie das Glück so spielt, ist dessen Auto gerade kaputt und es kann bis zu vier Tage dauern bis er sie fahren kann. Wir sind ratlos und möchten hier keine vier Tage bleiben ohne die Gewissheit dann auch hier weg zu kommen. Weiterlaufen kommt leider genauso wenig in Frage, weil ihr Fuß noch echt weh tut. Also sitzen wir rum und warten ab. Worauf wir warten ist uns auch nicht bewusst und ich mache mir große Sorgen, so viel also zum Thema Entspanntheit… 

Zwischendurch kommen dann auch noch Bill und Traveller an. Auch sie sind sehr besorgt  und kümmern sich um Teresa. Obwohl sie die Schmerzen hat ist sie wirklich sehr entspannt. Bill sagt zu mir, dass es das erstemal ist wo er mich nicht lächeln sieht und es stimmt momentan ist mir überhaupt nicht nach Lächeln zumute. 


Doch gegen Nachmittag soll sich das ändern, denn Teresa’s Schmerzen klingen ab und wir beschließen wieder auf den Trail zu gehen, um heute noch ein wenig zu wandern. 

Dabei übernehme ich einen Teil aus Teresa’s Rucksack (Essen und Kleidung). Denn wir wollen nicht riskieren das die Schmerzen schlimmer werden. Zusammen mit Traveler und Bill, die sich rührend um uns kümmern starten wir also wieder und wandern den Berg hinauf. Das ist mit ca. 2 kg mehr echt anstrengend und als wir oben angekommen sind brauche ich eine Pause. Ich lasse die anderen vorlaufen und genieße den Ausblick.


Es tut sehr gut einen Moment für mich zu haben und mal durchzuatmen. Als ich aufstehen möchte ist mir ein bißchen schwindelig und mir wird bewusst, dass ich seit dem Frühstück gar nichts mehr gegessen hat. Also schnell einen Schokoriegel futtern und den anderen hinterher den Berg runter. Als wir zum Camp kommen krieche ich so schnell wie möglich ins Zelt und möchte nur noch schlafen… 

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