Pacific Crest Trail

Tag 15

Neuer Morgen, neues Glück. Und dieser Morgen beginnt wirklich super, denn Teresa’s Fußschmerzen sind vollkommen abgeklungen und kommen auch während dem Wandern nicht wieder. Das Tape hat wohl wirklich geholfen und wir sind beide sehr erleichtert, dass wir weiter wandern können. Heute morgen laufen wir erstmal für uns alleine, damit jeder ein wenig Zeit für sich selbst hat. Das ist auch mal ganz schön wenn man sich tagtäglich sieht. Während dem Laufen höre ich heute wieder Musik, um mich von der unglaublichen Hitze abzulenken. Diesmal läuft „I walk the line“ von Johnny Cash in Dauerschleife. Ich liebe dieses Lied 🙂 Dieser Tag ist nichts im Vergleich zu den anderen Tagen und jetzt wird uns bewusst, dass die Amerikaner Recht hatten und die letzten Tage noch sehr kühl waren. 

Mittags treffen Teresa und ich uns wieder und laufen zusammen weiter. Das ist dann doch viel schöner und unterhaltsamer 🙂 
Da ich schon schlimmen Sonnenbrand habe und Teresa von ihrem Schirm ziemlich genervt ist, bekomme ich den Schirm für den Nachmittag und kann meine Haut so ein wenig vor der Sonne schützen. Dafür ein großes Dankeschön an meinen lieben Brownie 😉 

Gegen Mittag machen wir wieder zwei Stunden Siesta im Schatten, weil es einfach viel zu heiß ist. Am Himmel ist keine einzige Wolke zu sehen und unsere Füße sind angeschwollen und dampfen. 
Doch natürlich geht es weiter und wir genießen die wunderschöne Natur.


Als wir im Schatten eine Pause einlegen hören wir auf einmal ein lautes Summen, was immer näher kommt. Wir schauen auf und ein riesiger Schwarm von Bienen zieht über uns hinweg. So viele Bienen habe ich noch nie gesehen 😀 wir wollen schnell aufbrechen, bevor die Bienen zurückkommen doch ich komme mit dem schweren Rucksack einfach nicht hoch. Ich fühle mich wie ein Käfer der auf dem Boden liegt 😀 und schaffe es erst mithilfe meiner Stöcke wieder auf zwei Beinen zu stehen. 

Hier draußen sind wir also nie wirklich alleine. Wir sehen jeden Tag neue Tiere und heute begegnen uns mehrere Eidechsen und eine Schlange.

Abends erreichen wir den Zeltplatz und sind echt überrascht. Hier gibt es sogar eine Bücherbox, sowie Tische und Stühle. Traveller ist auch auch schon da und wenig später trifft auch Bill ein. 
Nach dem Abendessen mache ich dann noch ein wenig Yoga und wir lassen den Abend mit Gedichten von Rilke (aus dem Bücherschrank) ausklingen. 


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