Tag 18

So viel Schnee…

Aber der kommt erst später, denn der Morgen beginnt erstmal schneefrei. Wir starten zusammen mit Mary und Peter, da es in einer größeren Gruppe einfach sicherer ist. Den ganzen Morgen wandern wir den Berg hoch.


Vorbei an tollen Aussichtspunkten, immer höher, bis der Schnee kommt. Zunächst sind es nur kleine Schneefelder und am Morgen ist der Schnee auch noch sehr hart und somit gut passierbar. 

Dann trennen sich unsere Wege. Denn Mary und ich möchten den Gipfel von Mount Jacinto besteigen, während Peter und Teresa der Schnee hier unten schon ausreicht. Also bleiben die beiden auf dem PCT und wir wählen die Gipfelroute. Wir kommen sehr gut voran und die Schneefelder werden mit der Zeit immer größer, bis dann schließlich alles unter einer einzigen Schneedecke bedeckt ist. Selbst der Weg ist nicht mehr erkennbar und wir müssen viel mit unseren Handys navigieren. Da ist es auch schon passiert und wir haben uns kurz verlaufen. Glücklicherweise finden wir recht schnell zurück zum Trail und es geht weiter hinauf. Desto höher wir kommen desto dünner wird auch die Luft und das Wandern wird immer anstrengender. Das Laufen auf Schnee erfordert auch echt viel Konzentration, denn wir sinken oft bis zu den Knien im Schnee ein oder verlieren den Halt.

Wir sind beide also umso erleichterter als wir endlich, die auf 3302 Höhenmeter liegende Spitze des Berges, erreichen.


Und hier werden wir dann auch für die ganze Anstrengung belohnt und genießen einen atemberaubenden Ausblick. 


Leider können wir nicht so lange bleiben, denn der Schnee beginnt unter der Sonne langsam zu schmelzen. Das macht den Abstieg direkt viel schwieriger, da der Schnee nun sehr rutschig ist und wir noch öfter einbrechen oder ausrutschen. Also eigentlich rutsche ich den halben Berg nur auf meinem Hintern runter 😀

Als wir auf eine schneebeckte Lichtung kommen koste ich den Schnee nochmal richtig aus und mache einen Schneeengel. So viel Schnee habe ich das letzte Mal im Ski Urlaub gesehen. Und uns sind heute auch tatsächlich Ski Fahrer begegnet. Ein komischer Anblick, wo wir doch gerade aus der Wüste kommen und zum Wandern unterwegs sind. 

Doch der Schnee ist sogar so hoch, dass schon die Wegweiser fast vollkommen eingeschneit sind.

Meine Füße sind nur noch klitschnass und die Flussüberquerung am Nachmittag macht das Ganze auch nicht viel besser. Doch es ist fast geschafft und als wir lachend den Berg runter wandern (wir können einfach nicht glauben, dass wir es tatsächlich geschafft haben) höre ich auf einmal Teresa nach uns rufen. Ich bin unfassbar glücklich und laufe schon fast den Berg hinunter, um sie in den Arm zu nehmen. Jetzt wo ich im Zelt liege und das Ganze Revue passieren lasse bin ich wirklich stolz auf mich. Trotzdem brauche ich so etwas erstmal nicht so schnell wieder… 😉

2 Gedanken zu “Tag 18

  1. Andi

    Hey Caro,

    ich lese fleißig jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit von deinen neuen Erlebnissen. Du schreibst echt schön unterhaltsam und es macht viel Spaß auf diese Weise an eurer abenteurlichen Reise teilhaben zu können. 😉
    Da wird man schon neidisch, bei den tollen Landschaften, Aussichtspunkten, bezwungenen Bergen und Wüsten! 😀

    Ich freue mich schon auf den nächsten Eintrag morgen! 😀
    Viel Spaß und Durchhaltevermögen euch weiterhin!

    Grüße aus dem fernen Karlsruhe 🙂
    Andi (Veggie Community)

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    1. Hallo Andi,
      vielen Dank für deine liebe Nachricht 🙂 Es freut mich sehr, dass dir mein Blog so gut gefällt. Jaa die Reise war bisher schon wirklich abenteuerlich und ich bin gespannt, was mich noch alles erwartet… Na es ist doch nie zu spät um sowas auch noch zu machen 😉
      Ich hoffe der neue Eintrag gefällt dir genauso gut wie die Anderen.
      Dankeschön 🙂
      Ganz liebe Grüße aus dem stürmischen Kalifornien.
      Caroline

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