Pacific Crest Trail

Tag 23

Meine erste Nacht in der ich ganz alleine gecampt habe war schon ein wenig komisch. Doch auch diese habe ich gemeistert 🙂 Hoffentlich bleibt es vorerst auch die letzte. Denn heute kommt Teresa zurück auf den Trail und wir wandern zusammen weiter. Um sie wiederzusehen müssen jedoch erst über tausend Höhenmeter, sowie 28 km bewältigt werden. 

Der Weg führt zunächst durch ein abgebranntes Gebiet. Hier hat vor ein paar Jahren ein Waldbrand gewütet und alles ist sehr kahl.


Ich laufe lange Zeit einen steilen Berg hinauf und bin oben erstmal aus der Puste. Nach einer kleinen Frühstückspause geht es weiter. Mit der Zeit verändert sich die Landschaft und ich komme in einen Wald. Hier lässt es sich super wandern, da der Boden schön weich ist und ich immer wieder auf Schatten treffe. Das ist viel angenehmer als in der Wüste. 


In der Mittagspause kommen viele Wanderer vorbei und ich frage mich  ob ich hier überhaupt irgendwann mal alleine bin… Ich unterhalte mich eine Weile mit einem Mann namens Paul und seinem Sohn. Die beiden bieten mir an zusammen weiter zu wandern, damit ich nicht ganz alleine bin. Schade, dass ich sie erst heute treffe, denn sonst hätte ich das Angebot gerne angenommen. Die beiden sind super nett als ich erfahre, dass Paul ist Arzt erzähle ich ihm von Teresa’s Augeninfektion. Er weiß direkt was sie hat, da solche Infektionen hier oft vorkommen. Den hätten wir mal vor zwei Tagen gebraucht… 😀

Ich verabschiede mich von den beiden und wandere schnell weiter, um Teresa nicht zu lange am Treffpunkt warten zu lassen. Bevor ich dort ankomme sehe ich noch etwas sehr trauriges. In der Nähe vom Trail ist ein privater Zoo und dort wird ein Bär in einem sehr kleinen Käfig gehalten. 

Ich möchte den Armen am liebsten direkt freilassen und verstehe nicht wie jemand einem Tier so etwas antun kann… 🙁

Doch der Tag hält noch eine tolle Überraschung für mich bereit, die mich sehr aufmuntert. Denn ein wenig später treffe ich Teresa wieder und bin überglücklich. Wir laufen uns entgegen, umarmen uns und haben uns unendlich viel zu erzählen. Dann kommt das Beste: Sie hat einfach Browniekekse, Käse, Orangen, Pizza, Cookies und Wasser dabei. Das ist mein bisher leckerstes Abendessen auf dem Trail und ich esse soviel wie ich kann. 
Jetzt sind Cheese und Brownie wieder vereint und die Reise kann weitergehen 😉 

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