Tag 130

Die beiden Jungs mit denen ich gezeltet habe starten bereits um 5:30 Uhr und so wache auch ich auf und wandere bereits um 6:00 Uhr los. Wenig später taucht dann auch Baby Jesus wieder auf. Ich hätte nicht gedacht, dass ich den noch einhole. Wir beschließen uns auf dem Pass wiederzutreffen und ich wandere weiter. Es geht über Geröllfelder und meine Füße beginnen extrem zu schmerzen. Hier vermisse ich doch ein wenig meine Wanderschuhe, denn das macht mit den Turnschuhen leider nicht so viel Spaß. 

Da an manchen stellen noch Schnee liegt klettere ich über das Geröllfeld querfeldein den Pass hinauf. Oben angekommen mache ich erstmal eine Pause. Es sind noch drei andere Wanderer da und mit zwei von ihnen komme ich ins Gespräch. Es ist ein Vater, der für ein paar Tage zusammen mit seinem Sohn wandern ist. Die beiden sind echt nett und schenken mir sogar Essen. Das passt mir sehr gut, da meine Bärenbox nur noch eine Packung Kartoffelpüree und Haferflocken enthält. Und wenn ich nur daran denke wird mir schon schlecht 😀 Während wir noch Mittagspause auf dem Pass machen kommen auf einmal drei Pferde um die Ecke. Auf diesem schmalen Pass auf einem Pferderücken zu sitzen wäre mir ja nicht ganz so geheuer… Den Nachmittag über wandere ich dann zusammen mit dem Sohn namens Whiskey Cough :D. Er ist ein Professor und hat in Deutschland zum Thema Klimawandel geforscht. Was er alles zu erzählen hat ist echt spannend und so lerne ich heute eine ganze Menge über den Klimawandel 🙂
Irgendwann muss er dann auf seinen Vater wandern und ich laufe alleine weiter. An einem kleinen Fluss koche ich mir die geschenkten Tortellini mit Tomatensoße. Es schmeckt sehr gut und ist eine nette Abwechslung zu meinem sonstigen Essen. Baby Jesus stößt dazu und da er auch so gut wie kein Essen mehr hat teile ich die Nudeln mit ihm. So sind wir beide satt und gekräftigt bevor es weiter geht.
Um von den Bergen in die Zivilisation zu gelangen müssen wir den PCT verlassen und über einen weiteren Pass (Kersage Pass) wandern. Dieser Umweg von 7,5 Meilen endet in einem Campingplatz von dem man in die Stadt trampen kann. 
Leider fahren hier nicht viele Autos. Besonders da wir erst abends ankommen ist auf der Straße so gut wie kein Verkehr. Doch ich habe Glück. Ich sehe die beiden Reiter von der Mittagspause und frage ob sie mich mitnehmen können. So fahre ich zusammen mit Ihnen in die Stadt. Dort schlafe ich, in einem Hostelzimmer zusammen mit 8 weiteren Wanderern. Banana man, sowie ein mir bekanntes Pärchen ist auch schon da. Wir gehen zu viert etwas essen und vergessen dabei glatt die Zeit. So liege ich erst um 24:00 Uhr hundemüde im Bett und schlafe sofort ein. 

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