Tag 135

Der Vormittag ist sehr anstrengend. Laut den Höhenprofil sollte es zwar den ganzen Tag bergab gehen doch der Weg führt vielmehr auf und ab und ich bin ein wenig unmotiviert. Die letzten Tage habe ich so gut wie keine anderen Wanderer getroffen und da freue ich mich heute um so mehr, als ich um die Ecke biege und einen anderen Wanderer erblicke. 

Wir verstehen uns auf Anhieb, denn auch er hatte einen harten Tag und wir lästern zu erst ein wenig über den PCT ab und zählen auf, was wir an dem Trail nicht mögen. Bei mir sind es definitiv die Bären, Pumas, der viele Schnee und die Hitze 😀 

Nachdem wir damit fertig sind fragt mich der andere Wanderer, der übrigens Mike heißt, was ich am PCT liebe. Und ich muss gestehen, dass diese Seite deutlich länger ist und mir auf Anhieb einige Punkte einfallen. Den Sonnenaufgang heute morgen, das kalte Wasser aus dem Fluss, der atemberaubende Ausblick von gestern, das Gefühl etwas geschafft zu haben, der Moment wenn ich eine Stadt erreiche in der eine Dusche, eine Waschmaschine und echtes Essen auf mich wartet…. 

Und auch Mike hat einige Punkte hinzuzufügen und als wir uns verabschieden sind wir beide optimistischer gestimmt und ich kann kaum glauben wie sehr diese flüchtige Begegnung meinen Tag verändert hat. 

So laufe ich positiv gestimmt Richtung Kennedy Meadows’s. 

Als ich dort ankomme wartet schon Wendell auf mich und ich kann euch gar nicht beschreiben wie schön es ist ihn wiederzusehen. Er kommt mit entgegen gelaufen und nach einer Umarmung geht es mit gleich noch besser 🙂 Diejenigen von euch, die meinen Blog schon von Beginn an verfolgen erinnern sich sicher noch an Paula und Wendell. Die beiden Trailangel bei denen Teresa und ich unterkommen konnten und die uns sehr geholfen haben. Auch während der letzten Monate war ich mit Ihnen in Kontakt und besuche sie jetzt nochmal, bevor ich wieder zurück nach Deutschland fliege. Wendell ist tatsächlich ganze 4 Stunden mit dem Auto gefahren, um mich hier abzuholen und ich weiß gar nicht wie ich mich dafür bedanken kann. Als wir ihr Zuhause und die Casita erreichen fühlt es sich an, als würde ich nach Hause kommen. Paula ist auch schon da und nimmt mich erstmal in den Arm (das habe ich in der letzten Zeit sehr vermisst). Die casita ist schon für mich hergerichtet und neben einem wundervollem Bett, wartet eine Dusche und ein voll gefüllter Kühlschrank auf mich. Ich habe das Gefühl ich bin im Paradies…😍

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s