Pause bei Paula & Wendell Tag 136 bis 138

Tag 136:

Eine Nacht in einem Bett zu schlafen ist immer wieder himmlisch. Und dieses Mal haben nur Gummibärchen auf mich gewartet und mit die sind mir doch deutlich lieber als ihre tierischen Freunde 😉 Den Morgen über bin ich wieder mit bloggen und skypen beschäftigt. Mittags gehen wir dann Pizza essen. Lecker 😍

Und die Wüste hat mir mal wieder einen Sonnenbrand verpasst… ich freue mich ja echt schön auf Washington, mit hoffentlich vielen Wäldern. Den Nachmittag verbringen wir dann im Pool und es macht so viel Spaß Zeit mit den beiden zu verbringen. Wir trinken Limonade, hören Musik (natürlich nicht ohne manchmal auch mitzusingen oder zu tanzen) und Paula liest, während ich einfach nur entspanne und ein wenig schlafe.

Das ist wohl meine schönste Pause vom Wandern und ich bin rundum zufrieden und glücklich. Ich bin echt froh hier zu sein und genieße die Zeit mit den beiden in vollen Zügen…

Tag 137:

Und ein weiterer wunderschöner Tag bei Paula und Wendell. Morgens gehen wir zunächst zu dem wohl besten Frühstücks Restaurant, in dem ich in Amerika bisher gegessen habe. Omlette, Waffel, frisch gepresster Orangensaft… Alles was ein Wanderherz begehrt. Danach fahre ich zusammen mit Paula shoppen. Mein Smartwool T-Shirt ist nämlich schon nach nur einem Monat tragen total durchlöchert.

Im Endeffekt werden dann zwei neue T-Shirts und noch eine Menge andere Sachen gekauft. Draußen ist es schon unglaublich heiß und der Weg vom Auto bis zum Supermarkt ist mehr als genug wandern für heute In dem Pool im Garten lässt es sich dagegen sehr gut aushalten und nach einer kleinen Pause im kühlen Wasser backen wir mein geliebtes Bananenbrot.

Es macht echt Spaß Zeit mit den beiden zu verbringen und ich genieße meinen Aufenthalt hier sehr. Wendell hat mir sogar eine Rucksacktasche für den Flug besorgt, meine Stöcke repariert (die spitzen haben die High Sierra nicht überlebt), ganz zu schweigen davon das sie mir den Flug nach Portland gebucht haben. Ich weiß gar nicht wie ich mich dafür bedanken soll… ich glaube ich habe nur sehr selten in meinem Leben so liebenswürdige Menschen kennengelernt. Nachmittags folgt dann noch ein ganz besonderes Highlight für mich. Wir machen eine Bootstour auf dem See in der Nähe.

Ich darf sogar auch mal ans Steuerrad und so tuckern wir mit dem Boot über den See.
Nach diesem tollen Erlebnis essen wir noch zusammen zu Abend und schauen uns tatsächlich noch „Wild“ an. Ich habe bisher nur das Buch gelesen und es ist toll jetzt auch mal den Film zu Gesicht zu bekommen (wobei mir der Film nicht so gut gefällt). Als dann am Ende „El Condor pasa“ erklingt stimmen wir alle mit ein 🙂 .Das Lied begegnet mir auf meiner Reise auf dem PCT doch immer wieder. Ich möchte gar nicht daran denken, dass ich die beiden morgen schon wieder verlassen muss und mich auf den Rückweg zum PCT mache.

Tag 138:

Heute morgen ist Abschied nehmen angesagt. Nach nur vier Stunden Schlaf geht es früh morgens zum Flughafen. Die Stimmung ist ein wenig gedrückt und ich bin echt traurig die beiden verlassen zu müssen. Nach dem Abschiedsfoto rollen dann auch einige Tränen. img_1287

Als ich durch die Sicherheitskontrolle bin und die Karte lese, die mir die beiden mitgegeben habe muss ich erst richtig weinen. Ich habe die beiden echt ins Herz geschlossen und jetzt schon wieder weiterzuziehen tut weh. Doch so ist das nun mal auf einer Wanderung.

Mein Flug hat dann auch noch zwei Stunden Verpätung, wodurch ich meinen Anschlussflug verpasse. Das hebt meine Stimmung nicht gerade. Der Flug wird zwar umgebucht, doch der neue Flug landet erst um 18 Uhr in Portland und so verpasse ich auch noch den Bus nach Cascade locks (zurück zum Trail). Und als wäre das noch nicht genug erfahre ich, als ich in San Francisco gelandet bin, dass mein neuer Anschlussflug nach Portland ebenfalls Verspätung hat. Somit erreiche ich die Stadt erst um 21 Uhr abends. Da ich um diese Uhrzeit sicher nicht mehr trampen werde bestelle ich mir ein uber (eine Art Taxi) und gelange so innerhalb einer halben Stunde zu dem Campinglatz in Cascade locks. Das war echt ein langer Tag heute und ich bin froh jetzt in meinem Zelt zu liegen.

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