Alpenüberquerung

Tag 1

Es ist soweit, es geht los nach Oberstdorf. Wir nehmen bereits morgens die Bahn und sind den ganzen Tag bei strahlendem Sonnenschein unterwegs. Die lange Fahrt nutzen wir zum Reise planen, lesen, essen und natürlich singen. Und besonders wenn wir mal ein Abteil für uns haben, geht es erst richtig los
In Oberstdorf angekommen begeben wir uns dann als erstes auf Hotelsuche, um unsere schweren Rucksäcke dort abzulegen. Zusammen mit einem Liter Wasser und Essen für die ersten Tage sind es bei mir 10 und bei Jana sogar 12 kg geworden. Ich weiß echt nicht, wie die so schwer werden konnten…
Danach wird erstmal die Stadt erkundet und das Bergpanorama genossen. Bei dem schönen Wetter heute echt ein Traum. Und Oberstdorf gefällt mir auch richtig gut.
Ich mag die vielen Wanderer und Bergsteiger, die hier unterwegs sind und auch die Stimmung ist sehr locker und entspannt.
Abends essen wir noch eine Kleinigkeit und sonnen uns noch bis zum Sonnenuntergang im Kurpark. Als wir schließlich zurück zum Hotel aufbrechen ist es bereits dunkel aber immer noch so warm, dass wir Yoga auf dem Balkon machen können, bevor wir uns in die Betten kuscheln. Denn morgen früh beginnt schon unsere erste Etappe und das Abenteuer beginnt.

Tag 2

Schon als wir heute morgen aufwachen regnet es in Strömen. Wo ist denn bitte das schöne Wetter von gestern hin? Also geht’s erstmal zum Frühstück, wir haben ja noch die Hoffnung, dass es nur ein kurzer Schauer ist und später wieder die Sonne rauskommt. Und wir haben Glück: es hört tatsächlich auf zu regnen und wir können unsere Wanderung trocken starten. Die ersten Kilometer hinauf bis zur Spielmannsau sind noch relativ flach und einfach. Viele Wanderer überspringen diesen Teil und fahren mit einem Taxi oder einer Kutsche zur Spielmannsau, um ihre Wanderung erst von dort zu starten. Ich persönlich fand auch diesen Teil des Weges sehr schön und würde ihn jederzeit wieder wandern.
Als wir die Spielmannsau (ein Berggasthof) erreichen, fängt es leider wieder an zu regnen und auch der Anstieg beginnt hier. Also geht es durch strömenden Regen den Berg hinauf. Obwohl wir unsere Wanderung an einem Dienstag gestartet haben ist auf den Wegen viel los und einige Wanderer sind unterwegs. Als wir an einen kleinen, reißenden Bergbach kommen warten dort schon einige Wanderer. Denn dieser Bach muss überquert werden. Ich kann es kaum fassen, denn der Bach ist nicht nur reißend, sondern er liegt auch steil am Berg, was das Überqueren noch komplizierter macht. Doch mithilfe der anderen Wanderer kommen wir heil rüber und können unsere Wanderung fortsetzten. Hier habe ich übrigens gelernt, wie sinnvoll es ist Wanderstöcke dabei zu haben. Deswegen ein riesiges Dankeschön an meinen Vater, der mich gezwungen hat seine alten Stöcke mitzunehmen die haben mich echt gerettet…

Nach diesem kleinen Abenteuer folgen wir schmalen, felsigen Wegen bis zur Kemptner Hütte. Dort angekommen bin ich trotz Regenjacke von Kopf bis Fuß durchnässt und in meinen Schuhen steht das Wasser. Im Trockenraum tummeln sich bereits einige Wanderer und auch im Gastraum ist schon viel los. Hier merken wir erst wirklich, dass der E5 einer der beliebtesten Wanderwege ist.
Da wir bereits vor Monaten ein Zimmer auf der Hütte gebucht haben, können wir dieses sofort beziehen. Wir teilen es uns mit einer Familie (Eltern mit ihrer Tochter). Da die gerade am Schlafen sind, halten wir uns die meiste Zeit im Gastraum auf, trinken Tee und essen Pellkartoffeln mit Quark. Ich muss sagen, dass ich bisher noch kein großer Fan vom Hüttenleben dieser Art bin, denn es ist ziemlich laut und die ganze Hütte ist total überfüllt.

Tag 3
Wir starten nach einem kurzen Frühstück aus Schwarzbrot und Käse fit und ausgeruht in den Tag. Als erstes geht es hinauf zum Mädeljoch und beim Abstieg erstrecken sich vor uns die Lechtaler Alpen. Wenig später überqueren wir auch schon die Grenze und es heißt: Willkommen in Österreich.

Bei der heutigen Etappe haben wir die Wahl zwischen drei Varianten:
a) Simms Wasserfall
b) Hängebrücke
c) Lechweg

Wir entscheiden uns für Variante B und überqueren die längste Seilhängebrücke Österreichs. Der Blick von der Brücke ist fantastisch, doch wenn ich so durch das Gitter nach unten schaue wird mir doch ein wenig mulmig zumute. Es geht ziemlich weit runter und das leichte Schwanken der Brücke macht das Ganze nicht wirklich besser. Deswegen bin ich erleichtert, als wir beide wieder wohlbehalten auf der anderen Seite stehen.

Im Dorf Holzgau angekommen trinken wir erstmal einen heißen Tee und wärmen uns ein wenig auf, bevor es weitergeht. Die meisten Wanderer kürzen das folgende Stück bis zu der Materialseilbahn mit dem Bus ab. Da wir noch sehr früh dran sind entscheiden wir uns auch dieses Stück zu wandern. So laufen wir bis zu dem Ort Bach die meiste Zeit auf einem flachen Radweg, vorbei an Feldern und Wiesen. Ab Bach führt der Weg den Berg hinauf und der Weg zieht sich unendlich. Dauernd fahren die Taxis mit den anderen Wanderern an uns vorbei und wir haben das Gefühl der Weg findet nie ein Ende… Als wir dann endlich die Materialseilbahn erreichen sind wir beide ziemlich fertig und es ist bereits später Nachmittag. Deswegen entscheiden wir uns, die Rücksäcke mit der Materialseilbahn raufzuschicken und nur das nötigste in unseren Turnbeuteln mitzunehmen. Das war die wohl beste Entscheidung, denn auch der zweite Aufstieg zur Memminger Hütte zieht sich nochmals und ist sehr steil.

Doch schließlich kommt die Hütte in Sicht und wir sind beide einfach nur erleichtert es geschafft zu haben. Auch diese Hütte ist mal wieder ziemlich voll und heute ist Schlafen im absolut überfüllten Matratzenlager angesagt. Na ja, zumindest haben wir ein Bett, denn viele andere Wanderer (ohne Vorreservierung) müssen im Keller im Notlager schlafen. Ich bin ja echt mal gespannt auf die Nacht…
Bevor wir schlafen gehen gibt’s jedoch noch Abendessen. Das besteht heute aus trockenen Spätzlen und einem süßen Nachtisch. Wir sitzen neben einer lustigen Gruppe von vier Jungen und vertreiben uns die Zeit während wir aufs Essen warten mit Geschichten erzählen und Karten spielen. Während Jana und ich sofort nach dem Essen hundemüde ins Matratzenlager verschwinden spielen die anderen noch weiter.

Tag 4
Die Nacht im Matratzenlager war schrecklich und ich habe fast überhaupt nicht geschlafen. Dauernd ist jemand aufgestanden oder hat geschnarcht… Daher stehen wir schon um 5.30 Uhr auf, um noch vor dem Frühstück und so auch vor der großen Masse aufzubrechen. Der erste Blick geht nach draußen und wir können unseren Augen kaum glauben: Da liegt Schnee.

Nachdem wir uns beim Hüttenwirt sicherheitshalber über die Verhältnisse erkundigt haben und er uns versichert hat, dass es sicher ist zu starten, brechen wir um 6 Uhr auf. Wir sind die ersten, die unterwegs sind und laufen durch eine vollkommen unberührte Schneelandschaft. Einerseits wunderschön, anderseits auch etwas schwierig, denn auch der Weg ist verschneit und ehe wir uns versehen können, haben wir uns auch schon verlaufen. Als wir eine Wandergruppe erblicken, kehren wir also um und schließen uns ihnen an. Zusammen überqueren wir die Seescharte. Der Aufstieg ist ziemlich steil und anstrengend und alle kommen nur langsam voran. Für die ganze Anstrengung werden wir dafür wenig später auch belohnt und es bietet sich uns ein wahrhaft traumhafter Ausblick hinab ins Tal.
Das ist sind meine absoluten Lieblingsbilder auf dieser Wanderung.

Danach folgt ein langer und zermürbender Abstieg bis nach Zams. Durch die letzte Nacht bin ich angeschlagen und hundemüde. Somit wird diese Strecke zum absoluten Horror für mich. Es kommt sogar so weit, dass Jana mir anbietet meinen Rucksack gleich mit zu tragen, weil sie sich Sorgen um mich macht. Doch das kommt für mich nicht in Frage 😉 Dazu ist mein Wille, es ganz aus eigener Kraft zu schaffen, einfach zu hoch. Schließlich schaffen wir es gut ins Tal, gehen in Zams ein paar Kleinigkeiten einkaufen (neue Schoki… ) und nehmen die Seilbahn hinauf zur Skihütte Zams. In der Bahn lernen wir ein Pärchen kennen und haben zusammen mit den beiden einen lustigen Abend. Wir spielen Karten, machen noch was Yoga und faulenzen in den Sonnenstühlen. Am Nachmittag ist es noch aufgeklart und das Wetter ist richtig schön.
Für 35 Euro kann man auf der Skihütte schlafen, zu Abend essen, frühstücken und sogar eine Kollektion Wäsche waschen. Das nutzen wir natürlich alles aus und besonders die Suppe und die leckeren Käsespätzle geben Kraft.

Tag 5
Der Tag beginnt mit einer unschönen Überraschung: Meine Hose ist weg. Wir haben unsere Kleidung gestern Abend beim Wäscheservice abgegeben und als wir am Morgen unsere trockenen Sachen aus den Wäschekörben raussuchen ist meine Hose unauffindbar. Anscheinend hat ein anderer Wanderer die wohl verwechselt und die falsche eingesteckt… Oder jemand fand meine Hose so schön, dass er sie unbedingt mitnehmen musste. Nun ja, auf jeden Fall ist sie weg. Doch Jana hat zum Glück noch eine zweite, trockene Leggins dabei, die ich mir ausleihen kann. Da es in der Nacht geregnet hat, ist es sehr matschig und zudem auch noch nebelig. Von den vom Reiseführer versprochenen Ausblicken bekommen wir daher nichts zu sehen.
Daher bin ich auch sehr froh, dass heute nur eine kurze Etappe bis in das Dorf Wenns ansteht. So können wir uns viel Zeit lassen, um Pausen zu machen. In Wenns angekommen beziehen wir unser Zimmer im Rutsche Hostel. Dort komme ich zum ersten Mal in den Genuss einer warmen Dusche und den Luxus eines Zwei-Bett-Zimmers. Da freue ich mich nach den letzten Nächten im Matratzenlager besonders drauf.

Am Nachmittag geht’s dann erstmal shoppen. Ich versuche in dem einzigen Wandergeschäft von Wenns eine neue Hose zu finden. Das stellt sich für mich kleines Persönchen als schwieriger heraus als gedacht. Die Damenhosen fangen erst bei Größe 38 an und sind mir damit alle viel zu groß… Kurz bevor ich noch verzweifle werde ich in der Kinderabteilung fündig und habe nun doch noch eine neue Wanderhose.

Den restlichen Nachmittag versuchen wir eine Alternativroute zu finden. Denn die übernächste Etappe (zur Martin-Busch Hütte) ist leider wegen Steinschlag gesperrt worden. Deswegen suchen wir eine knappe Stunde nach Alternativen, die alle aber einen längeren Umweg oder den Gang über einen Gletscher beinhalten. Also alles nicht so optimal.. Am Ende machen wir dann das wohl naheliegendste und rufen einfach mal auf der Hütte an. Vielleicht kann der Hüttenwirt uns ja einen Tipp geben oder weiß schon mehr als wir. Und so ist es wirklich: Er überbringt uns die schöne Nachricht, dass der Weg morgen wieder freigegeben wird und wir somit übermorgen zur Hütte aufsteigen können. Was für ein Glück…

Nach dem ganzen Stress gibt es erstmal was zu essen für uns. Und zwar eine riesige Portion Nudeln mit Tomatensoße – lecker!
Während dem Essen werden wir dann von lauter Musik auf die Straße gerufen und können ein traditionelles Schützenfest live miterleben.

Tag 6
Die Nacht war einfach himmlisch und ich habe fantastisch geschlafen. Sogar so gut, dass ich das Bett morgens gar nicht verlassen möchte. Jana geht es genauso und wir müssen uns echt zusammenreißen und aufraffen, um überhaupt zu starten. Auch heute wird die heiße Dusche nochmal ausgenutzt und es gibt ein ausgiebiges Frühstück. Um 7 Uhr nehmen wir dann den Bus von Wenns nach Mittelberg – und ja, die klassische Alpenüberquerung (zumindest die in 7 Tagen) sieht auch Bus fahren vor.
Bei wunderbarem Wetter steigen wir zur Braunschweiger Hütte hinauf. Wir haben richtig Glück und den ersten Teil des Weges wandern wir noch im Schatten. Dabei bietet sich uns ein toller Ausblick auf die Berge und gegen Ende sogar auf den Gletscher.

Wir erreichen die Hütte bereits am Mittag und haben eine Menge Zeit. Dieses mal schlafen wir wieder in einem Vierer-Zimmer. Nach einer eiskalten Dusche, ich hatte teilweise wirklich das Gefühl ich bekomme einen Kälteschock, gibt es leckeren Kaiserschmarrn auf der sonnigen Terrasse.
Auch den restlichen Nachmittag liegen Jana und ich einfach nur in der Sonne herum und lassen es uns gut gehen. Dass wir dabei den Sonnenbrand unserer Lebens bekommen, spüren wir erst am nächsten Tag. Und dann ist es auch schon Zeit für das Abendessen. Hier haben wir ordentlich reingehauen und es gibt ein deftiges Bergsteigeressen aus Kartoffelsalat mit Spiegelei und Käsknödel mit Salat für uns. Als Nachtisch dann noch ein Stück Schokoladenkuchen in Begleitung von Musik. Denn ein Wanderer hat begonnen Gitarre zu spielen und wir singen alle gemeinsam: Über den Wolken…
Was für ein schöner Tagesabschluss.

Tag 7
Heute morgen wagen wir den Aufstieg über das Pitztaler Jöchels, welches zwar anspruchsvoller als die klassische E5 Route ist, dafür aber auch deutlich schöner sein soll.
Der Aufstieg ist dann unerwartet unkompliziert. Die Luft wird zwar zunehmend dünner und auf den letzten Metern kommen wir nur langsam voran, der Weg stellt jedoch kein Problem da. Oben angekommen brauchen wir dann erstmal eine Pause zum Essen, ausruhen und Bilder machen.
Der folgende Abstieg wird dann tatsächlich etwas schwieriger und wir müssen einige Schneefelder durchqueren. Also passen wir besonders gut auf und lassen uns Zeit, um sicher ins Tal abzusteigen. Dort erwartet uns auch schon ein kleiner Bus, der uns durch den Autotunnel fährt.

Anschließend folgt ein langer Abstieg in das Bergsteigerdorf Vent, welches wir die ganze Zeit im Blick haben. Auch heute ist super Wetter und es wird immer heißer. Deswegen gibt es in Vent auch erstmal einen großen Eisbecher.
Während ich noch mein Wasser auffülle und mir eine lange Hose anziehe (meine Beine haben bereits einen starken Sonnenbrand) wartet Jana auf mich. Der folgende Aufstieg zur Martin-Busch-Hütte wird sehr anstrengend. Denn mittlerweile ist es unglaublich heiß und der Weg zieht sich den Berg hinauf. Langsam wird das Wasser in unseren Flaschen auch immer weniger und da wir nicht wissen wie weit es noch zur Hütte ist, versuchen wir die noch bestehenden Wasservorräte nicht zu schnell zu verbrauchen. Schon wenig später kommt zum Glück die Hütte in Sicht und wenig später erreichen wir unsere letzte Hütte auf dieser Wanderung. Da es noch relativ früh ist mache ich Yoga, wir lesen etwas und warten eigentlich nur auf das Abendessen.
Auch diesmal haben wir den Luxus eines Vier-Bett-Zimmers, welches wir uns mit zwei jungen Berlinern teilen. Die beiden sind super lustig drauf und nach dem Abendessen verbringen wir die Zeit im Zimmer und veranstalten eine Lesestunde. Einer der beiden hat Jules Verne Bücher auf seinem Kindle und so folgen wir bis zum Einschlafen Phileas Fogg auf seiner Reise um die Welt…

Tag 8

Wir sind doch tatsächlich schon an unserem letzten Tag unserer Wanderung angekommen. Ich staune ja immer wieder darüber, wie schnell die Zeit doch vergeht…
Während die Berliner noch schlafen starten Jana und ich bereits früh morgens. Und zwar mit riesigen Motivationsschwierigkeiten. Das erste Stück zur Similauenhütte ist sehr steil und wir kommen nur schleppend voran. Mit der Zeit wird unsere Stimmung aber besser, wir überqueren den Gletscher und steigen auf zur Hütte. Dort frühstücken wir dann erstmal bei einem gigantischen Ausblick auf den strahlend blauen Stausee von Vernagt.

Über einen schmalen, steilen Felsweg steigen wir nach dem Frühstück genau zu diesem herab. Wir kommen immer weiter ins Tal, in dem sich Weiden und Wiesen vor uns erstrecken. Auf einer der Weiden stehen auch ein paar Kühe und starren uns neugierig an. Leider blockieren sie genau das Tor und wollen partout nicht weggehen.
Deshalb klettern wir an einer anderen Stelle über den Zaun, um den Kühen aus dem Weg zu gehen. Tja, falsch gedacht – denn als die Kühe sehen, was wir vorhaben, folgen sie uns zum Zaun und das Ganze wird zu einer Art Wettlauf. Wir schaffen es vor den Kühen über die Wiese und bringen uns hinter dem zweiten Zaun in Sicherheit.
Nach diesem kleinen Abenteuer brauchen wir erstmal eine Kaffee-Pause in dem wunderschönen Café mit Blick auf den Stausee.
Und dann geht es auch schon nach Meran: Das letzte Stück fahren wir mit Bus und Bahn und kommen schlussendlich dort an.
Jetzt ist es also geschafft, die Alpen sind überquert und der entspannte Teil des Urlaubs kann beginnen.
Na ja nur nicht bei mir… 😀

Tag 9

In Meran angekommen gibt es erstmal ein wenig Stress. Denn bei der Hotelbuchung ist etwas schief gelaufen und so haben wir kein Hotelzimmer für die erste Nacht. Kein Problem, Meran ist groß denken wir uns. Doch wenn man nicht hunderte Euro für ein Zimmer ausgeben möchte gestaltet sich das Ganze dann doch etwas schwieriger. Mit der ganzen verwirrenden Geschichte möchte ich euch auch gar nicht aufhalten, denn zu guter Letzt finden wir doch noch ein bezahlbares Hotelzimmer etwas außerhalb von Meran.
Ein Zimmer mit Blick auf die tollen Apfelplantagen von Meran, ein Pool und ein großes weiches Bett. Schlichtweg alles, was unsere Herzen gerade begehren.
Und das Schwimmen im Pool ist herrlich. Ich fühle mich so schwerelos und die geschundenen Beine und Füße lieben dieses Gefühl und sind dankbar mal nicht wandern zu müssen.
Auch die Nacht ist genial, ich schlafe endlich mal wieder richtig gut und nach dem reichhaltigen Frühstück fühle ich mich wie neugeboren. Also die perfekten Voraussetzungen Meran zu erkunden. Wir laufen durch die kleinen Gassen der Stadt, stoßen auf typisch italienische Märkte und gehen Eis und Pizza essen.

Außerdem besichtigen wir noch das berühmte Schloss Trautmansdorf, in dem Kaiserin Elisabeth bereits zu Gast war.
Besonders die Gärten des Schlosses sind bezaubernd und wir haben fast zu wenig Zeit für alles. Besonders, weil wir es nicht lassen können und bei dem Verkleidungsspiel mitmachen müssen.

Abends ist dann zufällig noch ein Festival in der Stadt und so sitzen wir bei Beatles Musik draußen auf der Straße, essen Pizza und lassen es uns gut gehen.
An unserem zweiten und auch letzten Tag in Meran laufen wir noch den Tappeinerweg, welcher einen fantastischen Ausblick auf Meran bietet. Die Stadt gefällt mir wirklich sehr gut und ich habe die paar Tage hier sehr genossen. Doch nun geht es auf nach Verona und ich bin gespannt, was mich da so alles erwartet….

2 Gedanken zu “Alpenüberquerung

    1. Hallo Barbara,
      Dankeschön 🙂 es freut mich auch wieder von dir zu lesen. Ich habe mich schon wieder sehr gut erholt. Ich plane bereits eine Wanderung für den Sommer und im Winter geht es vielleicht auch noch ein paar Tage weg 😉 sobald genaueres feststeht lasse ich es euch natürlich wissen.
      Ganz liebe Grüße
      Caroline

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