Pyrenäen Durchquerung

Pyrenäen Durchquerung: Haute randonnée pyrénéenne

Einmal die Pyrenäen zu Fuß überqueren. Das wäre doch was, denke ich gleich als ich das erste Mal von der Pyrenäen Durchquerung höre. Kennst Du dieses Gefühl? Wenn Du direkt ganz begeistert von einem Trail bist und alles in Dir danach schreit ihn zu wandern. Genau so war es schon bei dem Pacific Crest Trail und auch bei der Haute randonnée pyrénéenne (HRP) bei mir.

Ich kann es kaum erwarten auf schroffe Gipfel zu kraxeln, in einsamen Bergseen zu baden und durch grüne Wiesen zu streifen. Doch bevor es losgeht verrate ich Dir alles zur Vorbereitung und Planung von meiner Pyrenäen Durchquerung auf der Haute randonnée pyrénéenne.

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Strecke:

Der Haute randonnée pyrénéenne (HRP) führt mich vom Atlantischen Ozean 800km durch die Pyrenäen, bis hin zum Mittelmeer.

Weg und Ausschilderung:

Der HRP führt über den Hauptkamm der Pyrenäen meist durch hochalpines Gelände. Im Gegensatz zu dem GR 10 auf der französischen  und dem GR 11 auf der spanischen Seite ist der HRP noch viel unbekannter und eher wenig bewandert. Der HRP nimmt quasi das Beste aus beiden Ländern mit und überquert oft die spanisch-französische Grenze. Am höchsten klettere ich auf den Pass Col de Inferieur de Literole mit fast 3000hm. Aber auch zahlreiche Gipfel am Wegesrand können bestiegen werden. Jeden Tag erwarten nicht nur einige Kilometer sondern vor allem viele Höhenmeter darauf überwunden zu werden. Meist mehr als 1000m bergauf und 1000m bergab sind es an den meisten Tagen.

Die Ausschilderung auf dem HRP ist leider nicht einheitlich. Außerdem ist sie wohl an vielen Stellen ziemlich dürftig und weitestgehend sogar überhaupt nicht existent. Deswegen wird auch auf dieser Tour mit der Sprachnavigation von Komoot* navigiert, um den Weg ja nicht zu verlieren. Die Wanderung findest Du bei Komoot auch bereits unter meinen geplanten Touren und ich werde mein bestes geben, die gesamte Strecke aufzuzeichnen. Auch auf der Wanderung ist auf einigen Abschnitten Improvisation gefragt und es gibt Querfeldein und Kraxel Abschnitte. GPS Daten und am besten auch noch einen Wanderführer sind daher absolute Pflicht für HRP Wandernde. Ich habe mich für das Buch „Trekking The Pyrenean Haute Route“ von Tom Martens entschieden. Dort findest Du Einkaufsmöglichkeiten, Wasserquellen, Wegvarianten und viele nützliche Infos für deine eigene Pyrenäen Durchquerung.

Geschichte:

Jahre ist es her, als Georges Veron den HRP 1968 das erste Mal als Idee vor Augen und schriftlich festgehalten hat.  Es gibt auch nicht die eine richtige Version der HRP sondern die genaue Wegeplanung kann jede*r ganz individuell für sich entscheiden.

Wanderzeit:

Vor allem aufgrund von Schnee ist die Haute randonnée pyrénéenne vor allem von Juli bis September am besten wanderbar.

Anreise:

Die ist sowohl mit dem Auto als auch wunderbar mit der Bahn oder in die nächstgelegene größere Stadt mit dem Flugzeug möglich. Ich werde mit der Bahn von Frankfurt bis Hendaye fahren. Das Ticket habe ich über die Deutsche Bahn Website gebucht.

Etappen:

Am Ende der Wanderung teile ich meine Etappen mit dir. Einer weiß ich aber schon: Die meisten Wandernden brauchen zwischen 30 und 45 Tagen, um die Pyrenäen zu Fuß zu durchqueren.

Schlafen:

Ich werde mit Zelt unterwegs sein, denn entlang der Strecke gibt es wohl viele Biwakplätze an denen auch Zelten möglich ist. Aber auch bewirtschafte und unbewirtschaftete Hütten laden zu einer Übernachtung ein. Der gesamte Trail ist auch ohne Zelt machbar, schränkt aber natürlich in der Etappenaufteilung ein, weshalb ich das Zelt vorziehe.

Verpflegung:

Sowohl Essens- als auch Wasserversorgung sollten auf dem HRP kein Problem sein. Alle paar Tage sind anscheinend Dörfer mit Einkaufsmöglichkeiten und auch die bewirtschafteten Hütten bieten sich zu einer Einkehr an. Wo genau ich eingekauft werde und ob immer genügend Wasser zu Verfügung stand kann ich Dir erst nach meiner Wanderung genauer sagen.

Geld:

Für die gesamte Wanderung kalkuliere ich ca. 720€ ein. Das Geld verplane ich wie folgt:

  • 2 Zugfahrten (Frankfurt – Hendaye): 220€
  • Nächte in Unterkünfte: 200€
  • Essen & Trinken: 300€

Handyempfang:

In Frankreich und Spanien gilt das Roaming von der EU. So können mobile Daten weiterhin genutzt werden. Inwiefern, dass in den Pyrenäen überhaupt möglich ist verrate ich Dir nach meiner Wanderung.

Infos:

Alle wichtigen Informationen und GPS Daten findest Du auch bei Komoot. Wenn Du den HRP also nachwandern möchtest kannst Du dort sehen wo ich gezeltet habe, wo sich Schutzhütten befinden und was es sonst noch für tolle Highlights auf dem Weg gibt.

*Werbung (in Zusammenarbeit mit Komoot)

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8 Kommentare

  1. Andrea Grimme says:

    Liebe Caro, das Team des Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. Mainz wünscht Dir von ganzem Herzen alles Gute für Dein Vorhaben! Wir sind in Gedanken bei Dir und freuen uns schon jetzt auf unser Wiedersehen, an dem Du uns ganz bestimmt von Deinen tollen Erlebnissen berichten wirst. DANKE für Dein Engagement für den Förderverein! Alles, alles Liebe! Für das ganze Team: Andrea Grimme

    1. Liebe Andrea, vielen lieben Dank für Deine Worte. Ich habe mich wirklich sehr über deine Nachricht gefreut 🙂 Mittlerweile bin ich tatsächlich auch schon ca. 200km gewandert und komme sehr gut voran. Die ersten Blogbeiträge folgen nun auch bald, denn der Handyempfang ist hier leider sehr mau 😀
      Ganz liebe Grüße
      Caroline

  2. Andreas Guddat says:

    Guten Morgen Frau Ludwig, ich lese in der AZ einen Bericht von Ihrem Projekt GR10 und wünsche Ihnen dabei viel Erfolg. ich bin diesen beeindruckenden Weg ebenfalls in 2009 bis 2012 gelaufen. Sehr anspruchsvoll, aber absolut grandios. Tipp: Immer schön auf die Markierungen achten 😉 Alles Gute ihr Hr. Guddat aus MZ ps. ich werde Ihren Block verfolgen.

    1. Guten Morgen Herr Guddat, vielen lieben Dank für Ihre Nachricht. Es freut mich, dass Sie auf meine Wanderung und mein Projekt aufmerksam geworden sind 😊 Tatsächlich folgen wir dem GR10 nur manchmal und sind meistens auf dem HRP auf unmarkierten Wegen unterwegs. Das macht die Wanderung wirklich sehr anspruchsvoll aber auch äußerst spannend 😊 Bald folgen dann auch die ersten Blogbeiträge aus dieser wunderschönen Gegend, die mich schon jetzt ganz begeistert hat.
      Viele Grüße Caroline

  3. Rosi says:

    Oh, fantastisches Vorhaben! Ich habe während der Coronakrise mein Fernweh mit deinem PCT Blog gestillt. Das war auch schon ganz großes Kino. Viel Spaß und bleib gesund deine Rosi

    1. Hallo Rosi, vielen lieben Dank für Deine Nachricht. Freut mich, wenn Du dein Fernweh so vielleicht zumindest ein wenig stillen konntest 😉 Möchtest Du den PCT denn selbst einmal laufen?
      Ganz liebe Grüße
      Caroline

  4. Katja says:

    Hallo Caro!! Bestimmt erinnerst Du Dir an uns – wir haben uns in Andorra 2x in den Bergen getroffen und unterhalten. Inzwischen sind wir leider wieder zu Hause, und ab morgen geht das „normale“ Leben weiter. Ich habe meinem Freund von unserer Begegnung erzählt – lustigerweise folgt er Dir in Komoot. Zufälle gibts…
    Ich wünsche Dir weiterhin noch tolle Erlebnisse auf Deiner Wanderung und komm gesund an Deinem Ziel an:-)!!

    Liebe Grüße von Katja (und Jule)

    1. Hallo Katja und Jule 🙂 Aber natürlich erinnere ich mich noch an euch. Ich bin gerade schon dabei den entsprechenden Blogeintrag zu schreiben und ihr seid natürlich auch drin 😉 Das war ja auch einfach ein irrer Zufall. Und apropos Zufall: Das mir dein Freund auf Komoot folgt kann sich da wirklich direkt anschließen. Ich habe mich auf jeden Fall total gefreut euch getroffen zu haben und hoffe ihr habt euch mittlerweile wieder gut eingelebt und plant vielleicht schon neue Wanderungen. Die Vogesen sind bei mir schon für nächstes Jahr in Planung, Nochmal Danke für den Tipp. Ach ja und ich Spoiler jetzt zwar schon ein wenig, aber ich bin gut angekommen und mittlerweile auch schon wieder in Deutschland und auch schon mit einem negativen Corona Testbescheid.
      Ganz liebe Grüße an euch beiden.
      Caro

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